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10.05.21
vitamin-d-ratgeber

VITAMIN D: WOFÜR IST ES WICHTIG?

Inhaltsverzeichnis

1. WAS IST VITAMIN D

Vitamin D gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und nimmt unter den Vitaminen eine besondere Stellung ein: Der Körper kann es mithilfe von UV-B-Strahlung in der Haut selbst bilden. Daneben wird Vitamin D in kleineren Mengen über die Nahrung aufgenommen.

Zur Gruppe der Vitamin-D-Verbindungen gehören unter anderem Vitamin D2 (Ergocalciferol) und Vitamin D3 (Cholecalciferol). Beide Formen können im Körper weiterverarbeitet und für die Vitamin-D-Versorgung genutzt werden.

2. WELCHE FUNKTIONEN HAT VITAMIN D IM KÖRPER?

Vitamin D ist an zahlreichen Prozessen im Körper beteiligt. Besonders gut untersucht sind seine Funktionen für den Knochen- und Calciumstoffwechsel. Es trägt unter anderem zu einer normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium und Phosphor sowie zur Erhaltung normaler Knochen und Zähne bei.
Darüber hinaus trägt Vitamin D zu einer normalen Muskelfunktion und zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.

Vitamin D spielt außerdem eine Rolle bei der Zellteilung. Da Vitamin-D-Rezeptoren in vielen verschiedenen Geweben vorkommen, wird auch zu weiteren möglichen Funktionen und Zusammenhängen intensiv geforscht.

3. WIE GELANGT VITAMIN D IN DEN KÖRPER?

Vitamin D nimmt unter den Vitaminen eine Sonderstellung ein, denn der Körper kann es selbst bilden. Dafür benötigt die Haut UV-B-Strahlung aus dem Sonnenlicht.

Unter den in Deutschland üblichen Bedingungen stammt der überwiegende Teil der Vitamin-D-Versorgung bei ausreichender Sonnenexposition aus der körpereigenen Bildung. Die Ernährung trägt dagegen nur einen vergleichsweise kleinen Anteil bei.

Wie viel Vitamin D die Haut bilden kann, hängt von Jahres- und Tageszeit, Breitengrad, Hauttyp, Kleidung und Aufenthaltsdauer im Freien ab. Auch Sonnenschutz beeinflusst die körpereigene Vitamin-D-Bildung.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, Gesicht, Hände und Arme mindestens dreimal pro Woche für etwa die Hälfte der Zeit, in der man ungeschützt einen Sonnenbrand bekommen würde, der Sonne auszusetzen. Ein Sonnenbrand sollte natürlich unbedingt vermieden werden.

In Deutschland ist die UV-B-Strahlung in den Wintermonaten häufig zu gering, um über die Haut ausreichend Vitamin D zu bilden. Der Körper kann Vitamin D allerdings speichern, sodass die Versorgung zum Teil aus den Reserven der sonnenreichen Monate zehren kann. In der Regel reichen diese jedoch nicht für die gesamte dunklere Jahreszeit aus.

4. WO IST VITAMIN D ENTHALTEN?

Vitamin D kommt natürlicherweise nur in vergleichsweise wenigen Lebensmitteln vor. Besonders gute Quellen sind fettreiche Seefische. Dazu gehören beispielsweise Lachs, Hering, Makrele, Sardine und Aal. Daneben enthalten unter anderem Eigelb und einige Speisepilze Vitamin D. Je nach Herstellung können auch bestimmte Margarinen und andere angereicherte Lebensmittel Vitamin D enthalten.

Da nur wenige Lebensmittel nennenswerte Mengen an Vitamin D liefern, lässt sich die Vitamin-D-Versorgung nicht allein über die Ernährung decken. Eine abwechslungsreiche Ernährung kann jedoch einen Beitrag zur Versorgung leisten.

5. WIE MACHT SICH EIN VITAMIN-D-MANGEL BEMERKBAR?

Für die Beurteilung der Vitamin-D-Versorgung wird in der Regel die Konzentration von 25-Hydroxyvitamin D im Blut bestimmt.

Nach der Definition der Deutschen Gesellschaft für Ernährung liegt ein Vitamin-D-Mangel bei einer Blutkonzentration von weniger als 30 nmol/l (12 ng/ml) vor. Eine Konzentration von mindestens 50 nmol/l (20 ng/ml) gilt im Hinblick auf die Knochengesundheit als wünschenswert.

Eine ausgeprägte und länger bestehende Vitamin-D-Unterversorgung kann den Knochenstoffwechsel beeinträchtigen. Bei Kindern kann ein schwerer Mangel zu Rachitis führen, bei Erwachsenen unter anderem zu einer unzureichenden Mineralisierung der Knochen (Osteomalazie). Auch eine Muskelschwäche kann bei ausgeprägtem Vitamin-D-Mangel auftreten.

6. WARUM KOMMT ES ZU EINEM VITAMIN-D-MANGEL?

Ein Vitamin-D-Mangel kann verschiedene Ursachen haben. Eine wichtige Rolle spielt eine zu geringe körpereigene Bildung durch Sonnenlicht.

Zu den Personengruppen, bei denen eine unzureichende Vitamin-D-Versorgung häufiger vorkommen kann, gehören Menschen, die sich allgemein selten im Freien aufhalten und ihre Haut entsprechend selten dem Sonnelicht aussetzen. Dazu zählen häufig auch mobilitätseingeschränkte bzw. pflegebedürftige Personen.

Darüber hinaus können bestimmte Erkrankungen oder Medikamente den Vitamin-D-Stoffwechsel beeinflussen.

Eine routinemäßige Bestimmung des Vitamin-D-Spiegels wird heutzutage in den meisten Arztpraxen angeboten. Bei Verdacht auf eine Unterversorgung oder bei bestimmten Risikogruppen kann dies besonders sinnvoll sein.

7. WAS PASSIERT BEI ZU VIEL VITAMIN D?

Vitamin D ist fettlöslich und kann im Körper gespeichert werden. Für Erwachsene liegt die von der EFSA festgelegte tolerierbare obere Zufuhrmenge bei 100 µg Vitamin D pro Tag, entsprechend 4.000 Internationalen Einheiten (IE). Dieser Wert bezieht sich auf die tägliche Gesamtzufuhr aus allen Quellen.

Hochdosierte Vitamin-D-Präparate sollten nicht eigenständig bzw. über eine längere Zeit ohne entsprechende Kontrolle eingenommen werden. Eine Überversorgung durch die körpereigene Bildung in der Sonne entsteht nicht.

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